Valletta

Valletta

25 Ziele

Die Route führt durch die Geschichte Maltas – von prähistorischen Spuren bis in die Gegenwart, von unterirdischen Höhlen bis zu wehrhaften Türmen und barocken Palästen. Sie beginnt im Süden mit den ältesten Zeugnissen menschlicher Besiedlung und endet im Herzen Vallettas, wo Wasserleitungen und Festungen einst die Macht der Ritter und Briten sicherten. Dazwischen liegen Sakralbauten, die von frommem Leben erzählen, und militärische Anlagen, die von der ständigen Bedrohung durch das Meer kündeten. Wer dieser Spur folgt, wandelt auf den Wegen derer, die Malta über Jahrtausende prägten.

Von der Tiefe zur Höhe

Għar Dalam bei Birżebbuġa ist der erste Ort auf dieser Route und zugleich einer der ältesten. Die Höhle öffnet sich wie ein Tor in die Vergangenheit, nur 15,5 Meter über dem Meeresspiegel. Besucher gehen 80 Meter in den Kalkstein hinein, vorbei an den Knochen von Flusspferden und Zwergelefanten, die vor Zehntausenden hier lebten. Über dem Eingang zeigt ein Museum die wichtigsten Funde, darunter Schädel der ausgestorbenen Tiere. Die Wände tragen noch die Spuren des Wied Dalam, der einst das Gestein formte. Wer hier steht, spürt die Last der Zeit, die in den Fossilien konserviert ist.

Ein Tempel der Stille

Nur wenige Kilometer entfernt liegt Borġ in-Nadur, eine stille Anhöhe mit den Resten eines megalithischen Tempels. Die vierapsidige Anlage stammt aus der Tarxien-Phase, doch später bauten Menschen hier ein bronzezeitliches Dorf. Eine halbkreisförmige Mauer von 4,5 Metern Höhe schützte die Bewohner vor Angriffen – die älteste erhaltene Befestigung Maltas. Heute sind die Mauern kaum mehr als flache Linien im Boden, doch der Hügel erzählt von Handel mit der Ägäis. Ein Kreuz erinnert an unbestätigte Marienerscheinungen, die der Stätte eine spätere Legende gaben.

Wasser über die Hügel

Das Wignacourt-Aquädukt spannt sich wie ein steinernes Band von Mdina nach Valletta. Zwischen 1610 und 1614 trieben die Johanniter das Wasser durch 16 Kilometer lange Steinbögen, die sich über Täler und Hügel ziehen. In Balzan sind die Bögen niedrig, in Santa Venera ragen sie hoch empor, um das Gefälle zu überwinden. Unterirdische Abschnitte mit Inspektionstürmen führen das Nass weiter, bis es in den Zisternen Vallettas ankommt. Die Anlage war eine Antwort auf den Durst der neuen Hauptstadt nach der Belagerung von 1565. Heute sind noch immer Teile in Birkirkara und Mrieħel gut erhalten.

Eine Kuppel gegen den Himmel

Die Rotunde von Mosta ist ein Wunder der Ingenieurskunst. Mit fast 55 Metern Durchmesser und einer Kuppel von über 56 Metern Höhe gehört sie zu den größten freitragenden Kirchenkuppeln der Welt. Giorgio Grognet de Vassé ließ sich vom Pantheon inspirieren, doch der Bau wurde erst 1860 vollendet. Am 9. April 1942 durchschlug eine deutsche Bombe die Kuppel – und explodierte nicht. Bei 300 Gläubigen blieb es ohne Verletzte. Im Inneren glänzen blaue, goldene und weiße Farben, während das Hauptaltarbild von Stefano Erardi die Blicke fesselt. Eine Bombe aus dem Krieg liegt heute in der Sakristei als stummer Zeuge.

Macht und Pracht in Stein

Der San Anton Palace in Attard war einst Sommerresidenz der Großmeister und dient heute als Amtssitz des maltesischen Staatspräsidenten. Zwischen 1623 und 1636 ließ Antoine de Paule den barocken Bau errichten, umgeben von weitläufigen Gärten mit Orangerie. Ein Turm bietet Weitsicht über die maltesische Landschaft, während eine Privatkapelle mit Wappenschilden verziert ist. In britischer Zeit residierte hier der Gouverneur. Die Gärten sind seit 1882 öffentlich zugänglich und laden zum Verweilen ein. Wer durch die barocken Alleen geht, spürt noch immer den Hauch der Macht, die hier einst herrschte.

Die lange Mauer

Die Victoria Lines ziehen sich wie eine Narbe über den Kamm der maltesischen Insel. Die 10,25 Kilometer lange Befestigungsmauer beginnt bei Fomm-ir Rih und endet am Fort Madliena. Die Ritter begannen den Bau im 18. Jahrhundert, doch erst die Briten vollendeten ihn 1890 zu Ehren Königin Viktorias. Mit Forts, Batterien und Unterkünften sollte die Insel vor Angriffen geschützt werden. Obwohl sie nie in Kampfhandlungen verwickelt war, markiert sie ein Kapitel maltesischer Militärgeschichte. Heute sind besonders die Abschnitte zwischen Nadur und Falka Gap zugänglich und bieten beim Wandern Einblicke in die Vergangenheit.

Türme am Horizont

Der Qalet Marku-Turm bei Naxxar ist einer von 13 Wachtürmen, die Großmeister Martin de Redin zwischen 1658 und 1659 errichten ließ. Der quadratische Bau mit acht Metern Seitenlänge und zwölf Metern Höhe diente als Beobachtungsposten, der optische Signale an Valletta weiterleitete. Mit dem Għallis Tower im Westen und dem Madliena Tower im Osten hatte er Sichtverbindung. Später kam ein Redoubt hinzu, ein fünfeckiges Erdwerk. Die Briten erwogen einst, die Türme abzureißen – doch sie blieben erhalten und stehen heute unter Denkmalschutz. Von hier aus blickt man über die nordmaltesische Küste.

Ein Fest für die Augen

Die Pfarrkirche zur Himmelfahrt Mariens in Ħal Għaxaq ist ein Juwel des maltesischen Barock. Ihre symmetrische Fassade aus Kalkstein wird von zwei Glockentürmen gerahmt, die den Eingang einrahmen. Im Inneren spannt sich eine Kuppel über die Vierung, während Gemälde und Statuen den Raum füllen. Eine Madonna vom Rosenkranz von Xandru Farrugia und eine hölzerne Statue der Himmelfahrt Mariens von Mariano Gerada zählen zu den bedeutendsten Werken. Jährlich am 15. August feiert die Gemeinde das Patronatsfest mit Prozessionen und Festlichkeiten. Auch in der Karwoche ziehen prächtige Umzüge durch die Gassen.

Festung am Meer

Der St Thomas Tower thront auf einer schmalen Landzunge zwischen St Thomas Bay und Marsaskala Creek. 1614 nach einem gescheiterten osmanischen Landungsversuch errichtet, sollte er die Küste schützen. Gerolamo Bonici entwarf den quadratischen Bau mit Bastionen, später kam eine halbrunde Batterie mit acht Kanonen hinzu. Ein tiefer Graben umgibt die Anlage, deren Gewölbe und flaches Dach noch heute von der einstigen Küstenverteidigung zeugen. Im Zweiten Weltkrieg diente der Turm als Gefängnis. Besucher können die Anlage erkunden und sich vorstellen, wie hier einst die Geschütze donnerten.

Ein Heiligtum der Götter

Tas-Sil

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Għar Dalam

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Birżebbuġa

Rotunde von Mosta

Rotunde von Mosta

Mosta

San Anton Palace

San Anton Palace

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Victoria Lines

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Borġ in-Nadur

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Birżebbuġa

Wignacourt-Aquädukt

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Qalet Marku-Turm

Qalet Marku-Turm

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Victor-Tedesco-Stadion

Victor-Tedesco-Stadion

Ħamrun

Santa Marija ta’ Bir Miftuħ

Santa Marija ta’ Bir Miftuħ

Gudja

St Thomas Tower

St Thomas Tower

Marsaskala