Triesenberg liegt im Oberland Liechtensteins und ist die flächenmässig grösste sowie höchstgelegene Gemeinde des Landes. Das Dorfzentrum befindet sich auf etwa 900 Metern Höhe auf einer Terrasse, die vor Jahrtausenden durch einen Bergsturz entstand. Die Gemeinde besteht aus zwei nicht zusammenhängenden Flächen, darunter eine Exklave mit dem Ort Malbun und den Alpen Turna und Sareis. Zu Triesenberg gehören auch die Weilersiedlungen Rotenboden, Jonaboden, Wangerberg, Steinort/Lavadina, Masescha und Silum, die sich über die höheren Lagen verteilen.
Die ersten dauerhaften Bewohner waren im 13. Jahrhundert eingewanderte Walser, die das Gebiet rodeten und besiedelten. Schriftliche Belege aus dem 14. Jahrhundert bestätigen ihre Anwesenheit, doch bereits zuvor gab es romanische Flurnamen und prähistorische Funde. Die Walser erhielten besondere Freiheitsrechte, verloren diese jedoch 1618. Bis ins 19. Jahrhundert prägte die bäuerliche Wirtschaftsform die Gemeinde, bevor nach dem Zweiten Weltkrieg ein wirtschaftlicher Wandel einsetzte und viele Einwohner in den Talgemeinden arbeiteten.
Triesenberg bewahrt bis heute seine walserische Kultur, die sich im Dialekt und in den Bräuchen zeigt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Walsermuseum mit einem historischen Walserhaus, die Pfarrkirche St. Josef mit ihrem markanten Zwiebelturm und mehrere Kapellen, darunter die Theodulskapelle in Masescha und die Friedenskapelle in Malbun. Die Gemeinde ist zudem Teil des Vereins „Die schönsten Schweizer Dörfer“, der ihre einzigartige Lage und Geschichte würdigt.