Balzers liegt im Südwesten Liechtensteins und ist in drei Teile gegliedert, darunter zwei Exklaven. Die Gemeinde grenzt im Westen an den Schweizer Kanton St. Gallen, im Süden an Graubünden und im Osten an die liechtensteinische Gemeinde Triesen. Der Rhein bildet die natürliche Grenze zu Schweizer Orten wie Wartau und Sargans, während das Rätikon im Osten aufragt. Im Süden erhebt sich das Ellhorn, und am Fuße des Falknis verläuft die Passstraße St. Luzisteig nach Maienfeld.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 842. Der Name Balzers lässt sich auf das lateinische „palatium“ zurückführen, was auf einen Herrenhof hindeutet. Im Mittelalter prägte die Burg Gutenberg das Geschehen, die während des Zürich- und Schwabenkriegs schwer beschädigt wurde. Später durchquerten französische und russische Truppen das Gebiet, was zu Verarmung führte. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Balzers zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort.
Die Burg Gutenberg, auf einem 70 Meter hohen Felssporn thronend, ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und 1979 vom Land Liechtenstein übernommen. Die Pfarrkirche St. Nikolaus, 1912 eingeweiht, stammt vom Wiener Architekten Gustav von Neumann. Auch die Ruine der Burg Grafenberg, bekannt als „Mörderburg“, liegt teilweise auf Balzerser Gebiet. Die Gemeinde bewahrt zudem historische Stätten wie den Alten Friedhof mit seinem erhaltenen Kirchturm und das Alte Pfarrhaus.