Fläsch liegt im Kanton Graubünden, genauer im Churer Rheintal, am rechten Ufer des Rheins. Der Ort schmiegt sich an den Fläscherberg und die St. Luzisteig, während im Norden die Grenze zu Liechtenstein verläuft. Maienfeld ist der östliche Nachbar, während Bad Ragaz auf der anderen Rheinseite im Kanton St. Gallen liegt. Der Ort ist von Wäldern und Weinbergen geprägt, wobei fast die Hälfte des Gemeindegebiets aus Wald besteht.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, als auf dem Matluschkopf eine Siedlung entstand. Später hinterließen Römer ihre Spuren mit Kalköfen und Münzen. Der Name Fläsch erscheint erstmals im neunten Jahrhundert als Villa Flascae. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Grafschaft Unterrätien und später zur Herrschaft Maienfeld-Fläsch. 1509 wurde Fläsch Teil der Drei Bünde und bekannte sich 1524 als erste Bündner Gemeinde zum reformierten Glauben. Im 16. und 17. Jahrhundert war Fläsch auch als Badeort bekannt, doch der Weinbau blieb stets der wichtigste Erwerbszweig.
Heute prägen Weinberge, historische Bauten und moderne Architektur das Bild. Die Burg Grafenberg aus dem 13. Jahrhundert und die Festung St. Luzisteig mit ihrem Torgebäude von 1702 sind bedeutende Sehenswürdigkeiten. In der Kirche lebt eine der größten Mausohrenkolonien der Schweiz, die Besucher per Livekamera beobachten können. Moderne Bauwerke wie das Weingut Gantenbein oder die Klinik Gut Fläsch zeigen die Verbindung von Tradition und zeitgenössischem Design. Das Dorf ist stolz auf seine innovative Ortsplanung, die 2010 mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet wurde.