Wartau liegt im Kanton St. Gallen am Fusse des Gonzens und des Alviermassivs, wo eine abwechslungsreiche Landschaft mit artenreicher Flora und Fauna zu finden ist. Der Rhein bildet einen Teil der Gemeindegrenze, während die Dörfer Azmoos, Trübbach, Weite, Oberschan, Malans, Gretschins und Fontnas sowie die Weiler Plattis, Murris und Matug dazugehören. Dazu zählen auch mehrere Alpen wie Palfries, und der Verwaltungssitz befindet sich in Azmoos.
Die Geschichte Wartaus reicht bis in die Steinzeit zurück, mit Funden aus mesolithischer, neolithischer und bronzezeitlicher Zeit. Um 1225 entstand auf dem Ochsenberg die Burg Wartau, die Namensgeberin der Gemeinde wurde. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach, bis Wartau 1483 unter die Landeshoheit der alten Eidgenossenschaft kam. Die Gemeinde war Teil der Grafschaft Sargans und später des Kantons St. Gallen, wobei sie zeitweise sogar eine eigene Republik bildete. Wirtschaftlich prägten zunächst Viehzucht und Landwirtschaft, später auch Textilindustrie und Bergbau.
Heute ist Wartau bekannt für seine gut erhaltenen Trockenmauern, besonders in Azmoos und Gretschins. Die Burg Wartau bleibt ein Wahrzeichen, ebenso wie die Kirche in Gretschins, die dem heiligen Mauritius geweiht ist. Persönlichkeiten wie die Tennisspielerin Martina Hingis, die in Trübbach aufwuchs, oder der Politiker Beat Tinner, ehemaliger Gemeindepräsident, stammen aus der Gemeinde. Die Verbindung zum nahen Liechtenstein zeigt sich im Grenzübergang bei Trübbach, wo auch die Autobahn A13 Anschlüsse bietet.