Vaduz liegt im Oberland des Fürstentums Liechtenstein und ist dessen Hauptstadt. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche von rund siebzehn Quadratkilometern und umfasst das namensgebende Dorf sowie sechs Exklaven. Im Norden grenzt sie an Schaan, im Osten an Triesenberg und im Süden an Triesen, während jenseits des Rheins die Schweizer Orte Sevelen und Buchs liegen. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets ist das Silberhorn auf 2150 Metern. Vier Exklaven befinden sich im Rheintal, darunter landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wälder, die der Bürgergenossenschaft Vaduz gehören. Auf der Alp Dachsegg wurden Spuren einer prähistorischen Besiedlung entdeckt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Vaduz im zwölften oder frühen dreizehnten Jahrhundert als de Faduzes, wobei ältere Nennungen aus dem Jahr 1021 als Fälschungen gelten. Der Name geht auf einen romanischen Begriff für einen Wassergraben oder Mühlkanal zurück. Im vierzehnten Jahrhundert entstand die Grafschaft Vaduz, die 1392 die Reichsunmittelbarkeit erlangte. Nach wechselvoller Geschichte, geprägt von Kriegen und Plünderungen, wurde die Grafschaft 1712 von den Fürsten von Liechtenstein erworben. Die Vereinigung mit der Herrschaft Schellenberg führte 1719 zur Gründung des Fürstentums Liechtenstein, das Vaduz zu seiner Residenzstadt machte.
Vaduz ist nicht nur politisches Zentrum, sondern auch Sitz des römisch-katholischen Erzbistums und ein internationaler Finanzplatz. Die Gemeinde bewahrt kulturelle Zeugnisse wie die Alp Pradamee, die seit den 1960er Jahren als Skigebiet Malbun erschlossen ist. Die Alp Hahnenspiel diente in der Bronzezeit als Begräbnisstätte, während die Bürgergenossenschaft noch heute Holzrechte verwaltet. Mit dem Zollvertrag von 1923 festigte Vaduz seine enge Bindung an die Schweiz und entwickelte sich zu einem Ort des wirtschaftlichen Aufschwungs.