Oberlienz liegt im Lienzer Becken am Schwemmkegel des Schleinitzbachs, wo die Isel das Tal teilt. Im Norden reichen die Ausläufer der Schobergruppe knapp bis auf etwa 2200 Meter, während im Süden die Lienzer Hausberge wie die Vordere Lavantspitze oder der Hochstein das Landschaftsbild prägen. Die Gemeinde besteht aus den zusammengewachsenen Ortsteilen Oberlienz, Oberdrum und der gegenüberliegenden Ortschaft Glanz.
Die Wurzeln der Ortsteile reichen in verschiedene Kulturen zurück: Oberlienz geht auf keltische, Oberdrum auf deutsche und Glanz auf slawische Einflüsse zurück. Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in vorrömischer Zeit, doch erst mit der römischen Stadt Aguntum entstand eine größere Ansiedlung. Eine römische Villa rustica mit Badehaus und Hypokaustenanlage bezeugt den Wohlstand der Region, die später von Baiern und Slawen geprägt wurde.
Heute verbindet Oberlienz historische Spuren mit alpiner Umgebung. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt steht im Zentrum des Ortes, umgeben von den sanften Hängen der Villgratner Berge. Die Gemeinde bewahrt damit eine Mischung aus keltischem Erbe, römischer Vergangenheit und mittelalterlicher Entwicklung inmitten der idyllischen Iseltal-Landschaft.