Gaimberg liegt im Norden des Lienzer Talbodens, nördlich der Stadt Lienz, und gehört zum Bezirk Lienz in Tirol. Die Gemeinde erstreckt sich über den Südhang des Zettersfeldes, einem Ausläufer der Schobergruppe, und umfasst ein Gebiet von etwa sieben Quadratkilometern. Sie grenzt im Norden und Osten an Nußdorf-Debant, im Süden an Lienz und im Westen an Thurn. Die Höhenlage reicht von rund 670 Metern im Süden bis etwa 2000 Metern im Bereich des Zettersfeldes.
Die Besiedlung geht auf alte Wurzeln zurück, wie Funde einer römischen Villa und einer Bronzestatue bei Grabungen am Wachtlechnerbauer belegen. Der Name Gaimberg bezeichnete ursprünglich den gesamten Sonnenhang nördlich von Lienz. Grafendorf, ein Ortsteil, verdankt seinen Namen dem Geschlecht der Grafen von Grafendorf. Während der Zeit der Zugehörigkeit zum Landgericht Lienz entwickelte sich Grafendorf mit eigenem Urbaramt, das später an das Kloster Ossiach und dann an die Freiherren von Sternbach überging. Im Jahr 1809 ließ General Rusca nach einer Niederlage bei der Lienzer Klause drei Höfe in Gaimberg niederbrennen.
Gaimberg ist geprägt durch seine beiden Katastralgemeinden Obergaimberg und Untergaimberg, die sich in Größe und Besiedlung unterscheiden. In Grafendorf steht eine romanische Kirche, die im 16. Jahrhundert neu- und umgebaut wurde und mit ihrem hohen Südturm weithin sichtbar ist. Daneben befinden sich eine Gruftkapelle aus dem Jahr 1857 und ein denkmalgeschütztes Kruzifix. Die Gemeinde beherbergt zudem einen Teil des Skigebietes Zettersfeld und wird vom Verein Union Raiffeisen Gaimberg sportlich geprägt. Wirtschaftlich spielt das Bauwesen eine bedeutende Rolle, gefolgt von Gastgewerbe und Verkehr.