Lienz

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12 Ziele

Die Berge um Lienz ragen wie steinerne Wächter über das Tal, ihre Gipfel tragen Namen, die von Geschichte und Natur erzählen. Hier, wo die Gailtaler Alpen auf die Lienzer Dolomiten treffen, formt das Land eine Landschaft aus schroffen Felsen, stillen Almen und Orten, die über Jahrhunderte hinweg Zeugen menschlicher Schicksale wurden. Wer dieser Spur folgt, wandert durch eine Welt, in der die Stille der Berge nur vom Wind unterbrochen wird, der über die Gipfel streicht. Die Route führt von den römischen Ruinen Aguntums durch das Herz Osttirols bis zu den Gipfeln, die einst Bergsteiger wie David Heinrich Hoppe in ihren Bann zogen. Sie verbindet Kultur und Natur, Vergangenheit und Gegenwart, und zeigt, wie eng beieinander sie in dieser Region liegen.

Ein Tor zur Antike

Aguntum liegt vier Kilometer östlich von Lienz in der Gemeinde Dölsach und ist mehr als nur eine Ausgrabungsstätte – es ist ein Fenster in die römische Vergangenheit Osttirols. Die Stadt, im 1. Jahrhundert n. Chr. zur autonomen Siedlung erhoben, erstreckte sich einst über 30.000 Quadratmeter und beherbergte Thermen, ein Macellum und einen Versammlungssaal von 360 Quadratmetern. Die Stadtmauer, aus Bachsteinen und Mörtel errichtet, umschloss ein Leben, das bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. andauerte. Heute führen die Wege durch die freigelegten Ruinen, vorbei an den Überresten des Atriumhauses und der Therme, die einst soziales und kulturelles Zentrum war. Von der Aussichtsplattform des 18,9 Meter hohen Turms blickt man hinab auf das Lienzer Becken, während das Museum Aguntum mit 1250 Quadratmetern Ausstellungsfläche die Funde dieser Epoche bewahrt. Die Stille der Vergangenheit wird hier greifbar, als wäre sie erst gestern verlassen worden.

Ein Schloss über der Stadt

Auf einer Hügelkuppe nahe dem Lienzer Hausberg Hochstein thront Schloss Bruck, das seit 1278 die Geschichte der Region prägt. Als Wohnsitz der Grafen von Görz diente es über 200 Jahre lang als Machtzentrum, bevor es 1943 zum Museum der Stadt Lienz wurde. Der 37 Meter hohe Bergfried bietet einen Blick über Lienz und die umliegenden Berge, während die Schlosskapelle mit ihren spätgotischen Fresken und dem Gnadenstuhl von Nikolaus Kenntner ein Kunstwerk der besonderen Art ist. Die Räume erzählen von der Vergangenheit, von den Grafen, die hier regierten, und von den Menschen, die später im Museum ihre Spuren hinterließen. Das Museum zeigt Werke von Albin Egger-Lienz und dokumentiert die künstlerische und kulturelle Geschichte der Region. Ein Spaziergang durch den malerischen Wald und den Teich rund um das Schloss rundet den Besuch ab und verbindet Geschichte mit der Ruhe der Natur.

Ein Berg mit vielen Namen

Die Große Sandspitze ragt mit 2770 Metern als höchster Berg der Gailtaler Alpen in den Himmel und wird von den Einheimischen liebevoll Sunnspitz genannt. Ihre steilen Felswände und markanten Gipfel prägen das Landschaftsbild im Süden der Kalkalpen, während die umliegenden Massive wie die Kleine Sandspitze und die Sandspitzenscharte das Panorama ergänzen. Die Erstbesteigung 1886 durch Franz Mitterhofer über den Daumenschartl war damals eine der schwierigsten Routen der Lienzer Dolomiten. Heute führen zwei Klettersteige zum Gipfel: der Ari-Schübel-Klettersteig von der Karlsbader Hütte und der Panorama-Klettersteig zur Laserzwand. Beide Wege bieten sichere Aufstiege und atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Bergwelt. Die Sandspitzenrinne, seit 1888 als Normalweg etabliert, ist heute ein beliebter Weg für Bergsteiger, die die Schönheit der Gailtaler Alpen erleben möchten.

Ein Ort der Erinnerung

In der Peggetz, einem Ortsteil von Lienz, erinnert der Kosakenfriedhof an eine tragische Episode des Jahres 1945. Nach der Lienzer Kosakentragödie, als britische Truppen ein Kosakenlager räumten, wurden etwa 300 geflohene Kosaken an die Rote Armee ausgeliefert. Der Friedhof mit 28 Gräbern ist heute ein geschütztes Denkmal und Ort jährlicher Gedenkfeiern im Juni. Ein Gedenkobelisk mit orthodoxem Kreuz und Dornenkrone, zwei marmorne Tischaltäre mit verglasten Ikonenkästen und eine 2015 errichtete Holzkapelle im orthodoxen Stil bewahren die Erinnerung an die Ereignisse. Der Ort liegt ruhig zwischen Drau und Lienzer Landschaft, und die Atmosphäre mahnt an die historischen Vorgänge, die hier ihren traurigen Höhepunkt fanden.

Ein Hausberg mit Geschichte

Der Spitzkofel, mit 2717 Metern der Hausberg der Gemeinde Leisach, ist seit Jahrhunderten ein Ziel für Einheimische und Besucher. Der erste dokumentierte Tourist, der Botaniker David Heinrich Hoppe, erreichte den Gipfel am 1. August 1798, gefolgt von Franz Keil um 1855. Der Normalweg führt vom Parkplatz Klammbrückl durch das Kerschbaumertal zur Kerschbaumeralm Schutzhaus und weiter über das Hallebachtörl ins Hallebachtal. Der letzte Abschnitt des Aufstiegs erfolgt über einen gesicherten Steig (Grad I) zur Linderhütte und schließlich zum Gipfel. Unterwegs bieten sich Blicke auf die umliegenden Dolomiten und das Oberinntal, während die Kerschbaumeralm und die Linderhütte als Rastpunkte dienen. Der Berg ist ein Ort, an dem Natur und Geschichte aufeinandertreffen.

Ein Berg mit vielen Gesichtern

Die Schleinitz, mit 2904 Metern der höchste Berg der südlichen Schobergruppe, thront über dem Lienzer Becken und ist von Seen wie den Neualplseen und dem Alkuser See umgeben. Der Berg wurde 1798 erstmals von David Heinrich Hoppe besucht und ist heute über die Bergbahn nach Zettersfeld erreichbar. Wanderer folgen markierten Wegen über Bergwiesen und Geröllfelder bis zur Gipfelregion, wo ein Klettersteig zum Gipfelkreuz führt. Von dort aus bietet sich ein Panorama auf das Tal und die umliegenden Dolomiten. Die Schleinitzmulde mit ihren Seen und der Schleinitzkamm, der in Richtung Alkuser Rotspitze und Hochschober führt, machen den Berg zu einem vielseitigen Ziel für Wanderer und Bergsteiger.

Ein Festungsbau mit Vergangenheit

Die Lienzer Klause in Leisach ist eine mittelalterliche Befestigung an der engsten Stelle des Pustertals und bildete einst den Ostabschluss des Tales. Die Anlage war Teil der Wehranlagen der Bischöfe von Brixen und später der Grafen von Görz, die hier ihre Besitzungen schützten. Ab dem 14. Jahrhundert diente die Klause nicht nur als Verteidigungsanlage,

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Grosse Sandspitze

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Schloss Bruck

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Aguntum

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Spitzkofel

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Kosakenfriedhof in der Peggetz

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Gamswiesenspitze

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Schleinitz

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Laserzwand

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Lienzer Klause

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Franziskanerkloster Lienz

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