Leisach liegt im Lienzer Talboden an der Drau, wo sich ein Schuttkegel Richtung Fluss vorschiebt. Der Hauptort befindet sich auf diesem Kegel, während der Ortsteil Leisach Gries an der Bundesstraße beginnt. Westlich verengt sich das Pustertal in der Lienzer Klause, und der Spitzkofel mit 2717 Metern Höhe ist der Hausberg der Gemeinde. Nachbarorte sind Amlach, Assling, Lesachtal, Lienz und Untertilliach.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1060, doch schon zur Römerzeit führte eine Straße durch das Gebiet. Um 1100 wird eine Burg namens Liubisach genannt, die vermutlich ein Vorgänger der Neuburg war. Diese Burg, auch Lienzer Klause, diente im 14. Jahrhundert als Gerichtsort und wurde im 15. Jahrhundert gegen die Türken ausgebaut. Nach dem Verlust ihrer strategischen Bedeutung im 18. Jahrhundert ging sie in bäuerlichen Besitz über.
Die katholische Pfarrkirche hl. Michael prägt mit ihrem gotisch-neugotischen Innenraum das Ortsbild. Die Lienzer Klause erinnert an den Tiroler Landsturm, der 1809 eine französische Übermacht aufhielt. Eine Lourdeskapelle und das Reiterkirchl auf der Reiteralm ergänzen das kulturelle Angebot. Wirtschaftlich ist die Gemeinde vor allem durch Handwerk und Gewerbe geprägt, doch viele Bewohner pendeln nach Lienz zur Arbeit.