Ainet liegt etwa sieben Kilometer nordwestlich von Lienz in Osttirol, eingebettet zwischen den sonnigen Abhängen der Schobergruppe und dem Tal der Isel. Die Gemeinde erstreckt sich über mehr als 4000 Hektar und gliedert sich in drei Katastralgemeinden: Ainet selbst, Alkus und Gwabl. Während Ainet vor allem die flachere Talniederung mit dem Hauptort und der Pfarrkirche umfasst, reichen die anderen beiden bis in höhere Lagen der Gebirgsgruppe. Der höchste Punkt der Gemeinde ist der Hochschober mit über 3200 Metern, während die Isel und mehrere Gebirgsbäche wie der Daberbach das Gebiet durchziehen.
Erstmals erwähnt wird der Ort 1277 als „Ayned“, was so viel wie Einöde bedeutet. Noch älter sind die urkundlichen Belege für die Ortsteile Alkus und Gwabl aus dem frühen 13. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert wuchs die Gemeinde durch den Zusammenschluss mehrerer Dörfer, darunter auch Schlaiten, das später wieder eigenständig wurde. Wirtschaftlich lebte Ainet lange von der Landwirtschaft, doch heute prägen Handel, Handwerk und kleine Betriebe das Bild.
Besonders sehenswert sind die Aineter Pfarrkirche mit ihrem historischen Hochaltar und das barocke Wohnhaus im Ortszentrum. In Gwabl steht eine Wallfahrtskirche, während in den Bergen Kapellen wie die Josefs-Kapelle in Unteralkus zu finden sind. Die Natur rund um den Alkuser See und die Hochgebirgsseen bietet Wanderwege durch Wälder und Almen, die fast die Hälfte der Fläche ausmachen.