Lavant liegt im Südosten des Lienzer Talbodens, östlich der Bezirkshauptstadt Lienz, auf etwa 675 Metern Höhe. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der Talniederung der Drau bis zu den Gipfeln der Lienzer Dolomiten, wo es Höhen von über 2700 Metern erreicht. Höchster Punkt ist die Große Keilspitze mit 2739 Metern. Mehrere Gebirgsbäche durchziehen das Gebiet und münden in die Auenlaue, die schließlich in die Drau fließt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich aus der Jungsteinzeit, doch besonders der Kirchbichl war bereits in keltischer Zeit und während der Spätantike ein wichtiger Ort. Nach der Zerstörung Aguntums verlegte sich der Bischofssitz dorthin, bevor der Name Lavant erstmals 1193 urkundlich erwähnt wurde. Die Herren von Lavant standen lange unter der Herrschaft der Görzer Grafen, und im 15. Jahrhundert entstand auf dem Kirchbichl eine befestigte Anlage mit einer späteren Kirche, die den Heiligen Petrus und Paulus geweiht ist.
Die Gemeinde besteht heute aus dem Hauptort Lavant und dem Weiler Wacht. Prägend sind die spätbarocke Pfarrkirche St. Ulrich und die Filialkirche St. Peter und Paul auf dem Kirchbichl, die auf eine lange kirchliche Tradition verweisen. Wirtschaftlich spielt der Tourismus eine wachsende Rolle, besonders in den letzten Jahrzehnten, wobei die Übernachtungszahlen in Winter und Sommer deutlich stiegen. Die Nähe zu Lienz und den Bergen macht Lavant zu einem attraktiven Ziel für Besucher.