Kerpen liegt in der Kölner Bucht westlich von Köln, wo die Erft durch das Stadtgebiet fließt und die Landschaft in Erftauen und Ville unterteilt. Im Süden reichen noch Ausläufer der Nordeifel ins Flachland, während die Jülich-Zülpicher Börde den Untergrund prägt. Teile des Hambacher Forstes und des Tagebaus Hambach gehören ebenfalls zum Stadtgebiet. Nachbarorte sind im Norden Bergheim, im Westen Elsdorf und Merzenich sowie im Süden Erftstadt.
Erstmals erwähnt wurde Kerpen im Jahr als „Kerpinna“, als es noch eine Burg an der Erft zwischen Köln und Düren war. Die Herrschaft wechselte mehrfach: Nach brabantischer Zeit wurde es spanisch, dann eine eigene Reichsgrafschaft und schließlich französisch, bevor es 1815 preußisch wurde. Die Stadtrechte erhielt Kerpen später, und durch die Gemeindereform entstanden aus mehreren Orten die heutige Stadt, deren Stadtteile noch heute viel Freifläche aufweisen.
Bekannt ist Kerpen als Kolpingstadt, benannt nach dem hier geborenen Adolph Kolping. Das Museum in seinem Geburtshaus erinnert an sein Wirken. Rennsportfans verbinden den Ort mit dem Museum für Rennsportgeschichte in der Villa Trips, das an den verunglückten Grafen Berghe von Trips erinnert. Städtepartnerschaften bestehen mit Sankt Vith und Oświęcim, die auf historische Verbindungen und Schulpartnerschaften zurückgehen.