Bergheim liegt in der Kölner Bucht, etwa zwanzig Kilometer westlich von Köln, auf rund 72 Metern Höhe. Die Erft durchfließt das Stadtgebiet, während im Norden die Ausläufer des Villerückens an die Stadt grenzen. Die höchste Erhebung ist die Glessener Höhe, ein künstlicher Hügel aus Braunkohle-Abraum, der sich auf über 200 Metern erhebt. Die Stadt entstand 1975 durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden und ist heute Kreisstadt des Rhein-Erft-Kreises.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung Bergheims stammt aus dem Jahr 1028. Damals schenkte ein Pfalzgraf die Grundherrschaft an die Reichsabtei Kornelimünster. Im Mittelalter entwickelte sich Bergheim zu einer befestigten Stadt mit Stadtrechten, Zoll- und Münzstätte. Die Herzöge von Jülich nutzten den Ort als Versammlungsort und bauten eine Burg, von der noch das Aachener Tor erhalten ist. Im 16. Jahrhundert zerstörten Kriege die Stadt weitgehend, doch im 19. Jahrhundert brachte die Industrialisierung mit Braunkohlebergbau und Eisenbahnanschluss einen neuen Aufschwung.
Heute prägen die Industriegeschichte und die landschaftliche Umgebung das Bild Bergheims. Die mittelalterlichen Befestigungsanlagen wie das Aachener Tor und Teile der Stadtmauer sind noch sichtbar. Die Stadt ist Sitz des Rhein-Erft-Kreises und beherbergt zahlreiche Verwaltungen. Besonders bekannt sind die Wohnparks in Ahe und Zieverich, die in den 1960er Jahren als modernes Wohnkonzept entstanden. Die Nähe zu Köln und die verkehrsgünstige Lage machen Bergheim zu einem wichtigen Standort in der Region.