Frechen liegt im Rheinischen Braunkohlerevier am Rand des Rhein-Erft-Kreises und grenzt direkt an Köln. Der Ort erstreckt sich als langgestrecktes Straßendorf am Nordosthang der Ville beiderseits des Frechener Baches, der heute nur noch als Abfluss aus der Kläranlage erkennbar ist. Nach dem Ende des Braunkohleabbaus und der Rekultivierung der Flächen gehört Frechen zum Naturpark Rheinland, zu dem auch der unberührte Königsdorfer Wald zählt.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Spätantike zurück, als hier Quarzsand für die Glasherstellung abgebaut wurde. Der Name Frechen deutet auf eine fränkische Gründung mit der typischen -heim-Endung hin, wobei die Vorsilbe Frei- nicht eindeutig geklärt ist. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 877 unter dem Namen Frekena, als der Ort zum Kölngau gehörte. Im Mittelalter prägten kirchliche und weltliche Herrscher die Entwicklung, etwa durch die Verleihung von Grundbesitz an das Kölner Cäcilienkloster oder die Zerstörung des Dorfes durch Kölner Truppen im Jahr 1256.
Frechen ist bekannt für seine traditionelle Steinzeugproduktion, insbesondere den weltberühmten Bartmannskrug, der im 16. Jahrhundert entstand. Der industrielle Aufschwung begann mit dem Braunkohleabbau um 1700 und dem Quarzsandabbau um 1884, was die Stadt zu einem Zentrum der Steinzeugröhren- und Glasindustrie machte. Heute prägen die Rekultivierungslandschaften des Rheinischen Braunkohlereviers das Bild, während historische Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Audomar und die ehemalige Synagoge an die bewegte Vergangenheit erinnern.