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Aguntum
Ehemalige römische Stadt, Ausgrabungsstätte in Osttirol
Aguntum war eine römische Siedlung, die im 1. Jahrhundert n. Chr. zur autonomen Stadt erhoben wurde. Die Ruinen liegen in Osttirol, vier Kilometer östlich von Lienz in der Gemeinde Dölsach. Die Ausgrabungsfläche umfasst 30.000 m² und erstreckt sich über das Gebiet des heutigen Osttirols sowie das Pustertal. Die Stadt war bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. bewohnt, wobei die Bevölkerung ab dem 3. Jahrhundert zunehmend in die Höhensiedlung Lavant zog. Die Ausgrabungen haben zahlreiche Räume und Gebäude freigelegt, darunter die Stadtmauer, das Atriumhaus, die Therme und das Macellum. Die Stadtmauer war etwa 400 m lang und aus Bachsteinen und Mörtel gebaut. Die Therme war ein zentrales soziales und kulturelles Gebäude, das mehrfach umgebaut und gedreht wurde. Ein Versammlungssaal mit einer Fläche von 360 m² wurde 2018 entdeckt, was auf eine Funktion im Rechtssystem hindeutet. Von der Aussichtsplattform des 18,9 Meter hohen Turms hat man einen weiten Blick auf die Ausgrabungen und die Landschaft des Lienzer Beckens. Das Museum Aguntum, mit einer Ausstellungsfläche von 1250 m², präsentiert Funde aus der römischen Zeit und wurde 2005 eröffnet. Es wurde 2021 mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Museum, Archäologische Stätte, historische Stadt
- Ort
- Tirol
- Adresse
- Stribach
- Denkmalstatus
- Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich
- Seehöhe
- 667 m
- Website
- https://www.aguntum.at
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