Schruns liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, in Vorarlberg, und ist der Hauptort des Montafons. Eingebettet in ein Alpental auf 690 Metern Höhe, wird der Ort von der Litz durchflossen, einem Nebenfluss der Ill. Das Gemeindegebiet umfasst ein Hochjoch-Bergmassiv der Verwallgruppe, das durch Bergbahnen erschlossen ist. Bludenz ist die nächste Stadt, etwa zwölf Kilometer nordwestlich entfernt.
Der Name Schruns geht auf das Rätoromanische zurück und bedeutet vermutlich „Ahornwald“. Früher wurde der Ort auch Sankt Jossen genannt, erstmals 1317 als „Schirun“ erwähnt. Im 15. Jahrhundert kam Schruns zu Österreich und trennte sich 1579 von der Pfarrei Bartholomäberg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort geplündert, und die Pest sowie Lawinen forderten zahlreiche Opfer. 1752 erhielt Schruns von Kaiserin Maria Theresia das Recht, Viehmärkte abzuhalten, die bis 1999 stattfanden.
Schruns ist bekannt für seine lebendige Geschichte und seine Rolle im Fremdenverkehr. Der Schriftsteller Ernest Hemingway verbrachte hier 1925/26 Zeit und vollendete sein Werk „Fiesta“. Seit 1928 ist Schruns offizielle Marktgemeinde und prägt mit dem Skiclub Montafon den alpinen Sport. Das Gemeindegebiet umfasst 21 Maisäßgebiete, die zwischen 980 und 1440 Metern Höhe liegen und traditionell als Weideflächen genutzt werden.