Tschagguns liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, eingebettet in die Talschaft Montafon im Bezirk Bludenz. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich über Höhenlagen zwischen 650 und 1200 Metern, wobei ein Großteil der Fläche aus Wäldern und Alpen besteht. Oberhalb des Ortskerns befindet sich die Ortschaft Latschau mit dem Speichersee des Lünerseewerks und einer Station der Golmerbahn. Der Hausberg der Gemeinde ist die Mittagspitze, und die Täler Gamperdelstal sowie Gauertal gehören ebenfalls zum Gemeindegebiet.
Die erste urkundliche Erwähnung von Tschagguns stammt aus dem Jahr 1431 als „Liebfrauenpfarre im Montafon“. Im 17. und 18. Jahrhundert gab es hier einen Heilbadebetrieb mit dem Tilisunabad. Die Habsburger regierten die Region wechselnd von Tirol und Vorderösterreich aus, bevor Tschagguns 1861 Teil des Bundeslands Vorarlberg wurde. Seit 1905 ist der Ort an die Montafonerbahn angeschlossen, und zwischen 1945 und 1955 gehörte er zur französischen Besatzungszone.
Tschagguns ist vom Tourismus geprägt und bietet Skigebiete mit Lift- und Seilbahnanlagen sowie präparierten Pisten. Die Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Mariä Geburt stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde im spätgotischen Stil erbaut. Bekannt ist der Ort auch für seine alpinen Schutzhütten wie die Tilisunahütte und die Lindauer Hütte. Historisch bedeutsam sind die Ing. Ohneberg-Schanze für Schisprünge und die Grabserbahn, der erste Sessellift Vorarlbergs.