Maienfeld liegt im Schweizer Kanton Graubünden, eingebettet zwischen Rebbergen am Fuss des Falknis im unteren Churer Rheintal. Die Gemeinde grenzt an mehrere Orte wie Bad Ragaz im Westen, Fläsch im Norden und Seewis im Prättigau im Osten. Durch das Gemeindegebiet führt der Pass St. Luzisteig mit seiner historischen Festung, die heute noch militärisch genutzt wird. Die Landschaft ist geprägt von Weinbergen, Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen, während der Rhein im Osten vorbeifliesst.
Erstmals erwähnt wird der Ort im vierten Jahrhundert als römische Station namens Magia, später als Lupinis. Im Mittelalter entstand hier die Herrschaft Maienfeld mit dem Schloss Brandis, das von verschiedenen Adelsgeschlechtern wie den Freiherren von Brandis geprägt wurde. Nach mehreren Stadtbränden im 15. und 17. Jahrhundert sowie einem weiteren Grossbrand 1720 prägt heute ein Mix aus mittelalterlicher Bausubstanz und späteren Ergänzungen das Ortsbild. Maienfeld war lange eine Grenzstadt zwischen der Schweiz und Liechtenstein und trat 1803 der Eidgenossenschaft bei.
Bekannt wurde Maienfeld durch den Roman „Heidi“ von Johanna Spyri, dessen Ankunftsort hier liegt. Der Ortsteil Rofels wird oft als Heididörfli bezeichnet, und die Heidialp auf dem Ochsenberg zieht Touristen an. Die Altstadt mit Resten der Stadtmauer, das Schloss Brandis und das Weingut Schloss Salenegg – eines der ältesten Europas – zählen zu den Sehenswürdigkeiten. Der Weinbau mit Sorten wie Blauburgunder und Riesling-Silvaner ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, während die umliegenden Berge Wanderungen ermöglichen.