📷 Bild: Wikimedia Commons
Wienerwaldtunnel
Der Wienerwaldtunnel ist ein 13,356 Kilometer langer Eisenbahntunnel in Niederösterreich, der seit Dezember 2012 die neue Westbahn zwischen Wien und St. Pölten unter dem Wienerwald hindurch verbindet. Er unterquert den Höhenrücken zwischen Gablitz und Mauerbach und ist mit 13,356 Kilometern der viertlängste Eisenbahntunnel Österreichs. Das Ostportal liegt unterirdisch bei Hadersdorf-Weidlingau und geht in den Lainzer Tunnel über, während das Westportal zwischen Chorherrn und Klein Staasdorf südlich von Tulln beginnt und in die Tunnelkette Perschling Richtung St. Pölten mündet. Der Tunnel verkürzt die Fahrzeit zwischen Wien und St. Pölten auf nur 19 Minuten, zuvor benötigten die schnellsten Verbindungen über 40 Minuten. Er ist Teil der neuen Westbahn und damit ein zentrales Element der europäischen Hochleistungsachse Paris–Budapest/Bratislava. Täglich passieren rund 80 Züge pro Richtung den Tunnel, darunter auch Hochgeschwindigkeitszüge wie Railjet oder ICE, die ihn bei 230 km/h in knapp fünf Minuten durchfahren. Der Bau erfolgte von beiden Seiten, wobei im Osten ein 2.300 Meter langer, zweigleisiger Abschnitt nach der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise entstand. Der Rest wurde mit zwei Schildvortriebsmaschinen von Westen aus gefräst, wobei zwei eingleisige Röhren entstanden. Der Tunnel ist mit Querstollen im Abstand von etwa 500 Metern, einem Not-Entlüftungsschacht und vier Ausstiegsstollen ausgestattet. Das Bauwerk erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h und ist mit modernster Leit- und Sicherheitstechnik wie ETCS Level 2 ausgerüstet.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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