📷 Bild: Wikimedia Commons
Lainzer Tiergarten
Der Lainzer Tiergarten ist ein weitläufiges Waldgebiet im Westen Wiens, das sich teilweise bis in die niederösterreichische Gemeinde Laab im Walde erstreckt. Benannt nach dem angrenzenden Ort Lainz, liegt es größtenteils im 13. Bezirk Hietzing und ist Teil des Biosphärenparks Wienerwald. Das rund 2450 Hektar große Areal ist von einer etwa 22 Kilometer langen Umfassungsmauer umgeben und fällt im Norden zum Wiental ab, während es im Süden an das Liesingbachtal grenzt. Der Tiergarten beherbergt einen reichen Wildbestand mit Arten wie Rothirsch, Damhirsch, Reh, Mufflon und Wildschwein. Besonders bedeutend ist sein Beitrag zum Artenschutz: Von den 29 in Österreich heimischen Fledermausarten leben hier 18, und das Gebiet ist als Europaschutzgebiet sowie Natura 2000-Naturschutzgebiet ausgewiesen. Zudem finden sich hier einige der ältesten Buchen und Eichen des Wienerwaldes, darunter am Johannser Kogel mit Stammumfängen von bis zu vier Metern. Vor Ort laden Wildgatter und ein Arboretum zwischen Lainzer Tor und Hermesvilla zum Verweilen ein. Die Umgebung bietet dichte Wälder, alte Baumbestände und seltene Viehlägerbiotope. Die historische Umfassungsmauer, darunter originale Abschnitte der Schlucker-Mauer, erzählt von der wechselvollen Geschichte als kaiserliches Jagdrevier. Im östlichen Teil prägt die Hermesvilla mit ihrem gepflegten Park das Bild, ein Relikt aus der Zeit Kaiser Franz Josephs I.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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