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Melach
Die Melach ist ein Gebirgsbach im Sellraintal, einem Seitental des Oberinntals in Tirol. Sie entspringt aus mehreren Quellbächen nördlich des Lüsener Ferners im Lüsenstal, das zur Gemeinde St. Sigmund im Sellrain gehört. Nach etwa 23 Kilometern mündet sie bei Kematen in den Inn, wobei ihre Mündung die Grenze zwischen Ober- und Unterinntal markiert. Ihr Einzugsgebiet umfasst rund 245 Quadratkilometer, wovon nur etwa zwei Prozent vergletschert sind. Der höchste Punkt in diesem Gebiet ist der Hintere Brunnenkogel mit 3325 Metern. Die Melach führt im Schnitt 4,08 Kubikmeter Wasser pro Sekunde, wobei der Abfluss im Juni mit 8,06 Kubikmetern am höchsten und im Februar mit 1,57 Kubikmetern am niedrigsten ist. Durch heftige Regenfälle oder Schneeschmelze kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen, besonders im Unterlauf. Der Oberlauf der Melach bleibt im Ruhegebiet Stubaier Alpen weitgehend naturbelassen, während der weitere Verlauf durch Uferbefestigungen geprägt ist. Im gesamten Gebiet weist der Bach eine sehr gute Wasserqualität auf. Mehrere Kraftwerke nutzen die Strömung zur Energiegewinnung, darunter ein Gemeinschaftsprojekt mit 12 Megawatt Leistung und historische Anlagen wie die Ferdinands Wasserfälle.
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