Burg Martinsbühel

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Burg Martinsbühel

Burg in Zirl (124064)

Die Burg Martinsbühel liegt auf einem niedrigen Hügel östlich von Zirl, am Fuße der Martinswand. Sie erreicht eine Höhe von 616 m ü. A. und ragt etwa 30 Meter über den Fluss Inn hinaus. Die Anlage war bereits in der Latènezeit besiedelt und beherbergte später ein römisches Kastell namens Teriolis. Im Mittelalter war der Hügel strategisch bedeutsam aufgrund seiner Lage an der Innfähre und der Straße nach Oberinntal. Die Burg wurde im Frühmittelalter über der Ruine des römischen Kastells errichtet. 1290 erhielt Ludwig von „sant Marteinsberg bei Zierlen“ den Besitz. Im 15. Jahrhundert wurde sie zu einem Jagdschloss für Herzog Friedrich und später von Kaiser Maximilian I. ausgebaut. Im 17. Jahrhundert verfiel die Anlage, bis sie im 19. Jahrhundert als Lehrlingsheim und später als Mädchenheim genutzt wurde. Heute steht der Komplex weitgehend leer oder wird teilweise bewohnt. Die Burg beherbergt den romanischen Palas, der aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt. Er besitzt ein Krüppelwalmdach und ein vermauertes Rundbogenportal. Daneben liegt die spätgotische St. Martins-Kapelle, die im 15. Jahrhundert in ihrer heutigen Form entstand. Die Kapelle gilt als eine der ältesten Kirchen Nordtirols und wurde im 17. Jahrhundert umgebaut. Die Anlage gehört der Erzabtei St. Peter in Salzburg.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Burg
Ort
Zirl
Adresse
Martinsbühel 1, 2, 2a, 3, 6
Denkmalstatus
Denkmalgeschütztes Objekt in Österreich

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