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Lokalbahn Mödling–Hinterbrühl
Die meterspurige elektrische Lokalbahn verband einst Mödling mit Hinterbrühl im niederösterreichischen Bezirk Mödling. Die 4,458 Kilometer lange Strecke verlief weitgehend entlang des Mödlingbachs und war die erste dauerhaft betriebene elektrische Straßenbahn Österreichs und weltweit eine der ersten ihrer Art. 1883 nahm sie zunächst als dampfbetriebene Teilstrecke den Betrieb auf, bevor sie 1885 elektrifiziert und bis Hinterbrühl verlängert wurde. Die Bahn folgte dem engen Tal des Baches und war teilweise wie eine Straßenbahn trassiert. Ihre Bedeutung lag in der Pionierrolle der Elektrotechnik: Die Bahn nutzte als erste weltweit eine röhrenförmige Oberleitung mit geschlitzten Rohren, in denen Metallschiffchen den Strom abnahmen. Drei Lokomobile erzeugten 550 Volt Gleichspannung in einer Zentralstation in Mödling. Die ersten Wagen verfügten über frühe Luftdruckbremsen und konnten vom Beiwagen aus gesteuert werden. Trotz beengter Platzverhältnisse verkehrte die Bahn auch im Winter, anders als vergleichbare Strecken wie die Helenentalbahn. Vor Ort lässt sich heute die historische Trasse entlang des Mödlingbachs nachvollziehen. Die Strecke führte durch die Klausen, wo enge Kurven und begrenztes Platzangebot besondere technische Lösungen erforderten. Die Bahn prägte das Tal als frühes Verkehrsmittel für Ausflügler und Anwohner, bevor sie 1932 stillgelegt wurde. Spuren der einstigen Infrastruktur sind im Gelände noch erkennbar.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
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