Klösterreich
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Österreich ist von Klöstern durchzogen wie kaum ein anderes Land Europas. Zweiundzwanzig von ihnen haben sich zu Klösterreich zusammengeschlossen, neunzehn davon im Land selbst — Benediktiner, Zisterzienser, Augustiner-Chorherren, Prämonstratenser.
Was sie verbindet, ist nicht der Orden, sondern eine Dauer, die schwer zu fassen ist. In Kremsmünster wird seit 777 gebetet, in Göttweig seit 1083, in Heiligenkreuz ohne Unterbrechung seit 1133 — durch Reformation, Türkenkriege, Josephinische Aufhebungen und zwei Weltkriege hindurch. Diese Häuser waren Bibliothek, Schule, Krankenhaus und Landwirtschaft, lange bevor es Staaten gab, die das übernahmen.
Sie sind keine Museen. Hinter den barocken Fassaden leben Konvente, und die Stiftsgärten, Bibliotheken und Weinkeller stehen Besuchern offen, weil Gastfreundschaft zur Regel gehört — bei den Benediktinern steht sie seit dem 6. Jahrhundert im Text.
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