Ternberg liegt im oberösterreichischen Traunviertel, wo sich das Ennstal weitet und die Landschaft von bergig zu hügelig übergeht. Der Ort ist von ausgedehnten Wäldern und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt, während die Enns als prägender Fluss durch das Tal fließt. Unweit findet sich das Nixloch, eine nach ihrem weißen Sinter benannte Höhle. Die Nachbargemeinde Steyr ist nur wenige Kilometer entfernt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung zeigen sich in römischen Funden: Ein Grabstein aus dem 2. Jahrhundert und Münzen aus republikanischer Zeit belegen eine dauerhafte römische Anwesenheit, vermutlich wegen des Metallreichtums der Region. Später gehörte Ternberg zum Herzogtum Bayern, bevor es im 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich kam. Die Lage an der Enns machte den Ort strategisch bedeutsam, etwa als Karl der Große hier während eines Feldzugs lagerte.
Ternbergs Besonderheit ist die jahrhundertealte Tradition der Taschenfeitel-Herstellung, die im Trattenbachtal begann. Noch heute wird dort das „Trattenbacher Taschenfeitel“ produziert, und ein Museumsdorf lädt zur Besichtigung ein. Die Kirche des Ortes wurde erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt, doch erst 1789 wurde Ternberg eine eigenständige Pfarre. Die geologische Lage an der Grenze zwischen Flyschzone und Kalkalpen prägt zudem die Landschaft.