Tengen liegt im Hegau, einer Landschaft in Baden-Württemberg nahe der Schweizer Grenze. Die Stadt breitet sich auf einem schmalen Felssporn aus, der von einem Graben und einer Stadtmauer durchzogen wird. Zu Tengen gehören mehrere eingemeindete Dörfer wie Blumenfeld, Büßlingen und Wiechs am Randen, die einst selbstständig waren. Die Landschaft ist geprägt von Kalksteinvorkommen, die seit der Römerzeit als Baumaterial genutzt werden.
Erstmals erwähnt wurde Tengen im Jahr als Teingon in einem Brief des Bischofs Salomo II. von Konstanz. Im Mittelalter erhielt die Stadt Stadtrechte und wurde später zwischen verschiedenen Herrschaften aufgeteilt. Bekannt wurde Tengen auch durch die Raubritter aus der Hinterburg, die im 15. Jahrhundert den schwäbischen Städtebund zum Handeln zwangen. Ein besonderes Kuriosum war der Verenahof, eine deutsche Exklave, die 1967 durch Landtausch an die Schweiz überging.
Tengen ist heute vor allem durch seine historische Altstadt mit Marktplatz und Ruinen wie der Hinterburg geprägt. Die Stadt liegt in einer geologisch interessanten Region mit Fossilienfunden wie Haifischzähnen. Katholische Kirchen und eine kleine evangelische Gemeinde zeigen die religiöse Prägung des Ortes. Die Eingemeindung mehrerer Dörfer in den 1970er Jahren formte die heutige Stadtstruktur.