Geisingen liegt im Südwesten des Landkreises Tuttlingen, wo sich die breite Hochebene der mittleren Baar zwischen dem Wartenberg und dem Höhenrücken „Länge“ zu einem schmalen Donautal verengt. Die Stadt erstreckt sich auf Höhen zwischen 663 und 911,8 Metern über dem Meeresspiegel und grenzt im Norden an Bad Dürrheim, im Osten an Immendingen, im Süden an Engen, Tengen und Blumberg sowie im Westen an Donaueschingen und Hüfingen.
Die alemannische Siedlung wurde erstmals 764 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erwähnt und erhielt 1329 Stadtrechte, als sie in den Besitz der Grafen von Fürstenberg überging. Nach einer Brandkatastrophe 1487 und der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg verlor Geisingen zeitweise an Bedeutung, bis es 1806 zum Großherzogtum Baden kam. Erst 1956 durfte es sich wieder Stadt nennen, nachdem es 1921 diese Bezeichnung verloren hatte.
Geisingen prägt eine mittelalterliche Altstadt mit Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, darunter die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus und die Wallfahrtskapelle Heilig Kreuz. Historische Burgen wie die Burg Wartenberg und die Ehrenburg zeugen von der Vergangenheit, während die überdachte Inline-Arena am Ortsrand internationale Sportveranstaltungen ermöglicht. Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit Gyöngyöstarján in Ungarn und ist Teil des Naturparks Obere Donau.