Sehenswürdigkeiten in Tarare
Tarare liegt in der hügeligen Landschaft des Beaujolais, wo zwei Flüsse zusammenfließen: der Taret mündet hier in die Turdine, einen Nebenfluss der Brévenne. Die Stadt befindet sich etwa einen Tagesritt südwestlich von Villefranche-sur-Saône und ist umgeben von Nachbarorten wie Valsonne im Norden und Joux im Westen. Die Gemeinde erstreckt sich in einer von Weinbergen geprägten Region, die für ihre charakteristischen Reben bekannt ist.
Die Wurzeln Tarares reichen ins frühe 12. Jahrhundert zurück, als ein Kloster die Pfarrgemeinde gründete. Über Jahrhunderte lebten die Bewohner vor allem vom Handwerk und Handel, unter der Kontrolle der Kirche. Im 18. Jahrhundert brachte ein Unternehmer namens Georges Antoine Simonet die Musselinweberei in die Stadt und legte damit den Grundstein für die Textilindustrie. Später folgte Jean Baptiste Martin mit einer Fabrik für Plüsch und Samt, deren Erfolg eng mit den beiden Flüssen verbunden war, die Wasserkraft für die Maschinen lieferten. Die Eisenbahnbrücke auf der Strecke zwischen Roanne und Lyon entstand in den 1860er-Jahren und markierte einen weiteren Aufschwung.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild der Stadt, darunter ein Schlossturm aus dem 15. Jahrhundert und mehrere Kirchen wie Saint-André oder Sainte-Madeleine. Ein markantes Zeugnis der Industrialisierung ist das Bahnviadukt aus den 1860er-Jahren, während die alte Textilfabrik von Martin heute als Kulturdenkmal gilt. Das städtische Theater und die Kapelle Bel Air ergänzen das kulturelle Angebot. Berühmte Persönlichkeiten wie der Radrennfahrer Antoine Deflotrière oder der Fußballspieler Corentin Tolisso stammen aus Tarare, das zudem seit 1960 eine Partnerschaft mit Herrenberg in Deutschland pflegt.
📋 Zahlen & Fakten
- Einwohner
- 10.893
🗺 Auf der Karte
✨ Sehenswürdigkeiten
2🧭 Auch interessant in der Nähe
Daten aus Wikidata und OpenStreetMap, Bilder von Wikimedia Commons. Mehr dazu unter Über uns.