Silz liegt im Oberinntal zwischen Telfs und Imst, eingebettet zwischen den steilen Felswänden des Grünbergs und den Gipfeln der Stubaier Alpen. Drei Dreitausender – Sulzkogel, Hochreichkopf und Acherkogel – rahmen das Gemeindegebiet ein, während der Ort selbst in einer flachen Talsohle auf etwa 650 Metern Höhe liegt. Westlich des Dorfes schützt ein streng bewachtes Auwaldgebiet den Inn, und der Pirchkogel überragt als markanter Hausberg die Landschaft.
Die erste gesicherte Erwähnung Silz’ als planmäßige bäuerliche Siedlung stammt aus dem späten 13. Jahrhundert, doch erst das Urbar Graf Meinhards II. von 1288 gibt genauere Auskunft über die damaligen Besitzverhältnisse. Jahrhundertelang prägte das Hochgericht auf Burg St. Petersberg die Geschichte des Ortes, das bis ins 19. Jahrhundert für Recht und Verwaltung zuständig war. Die Arlbergbahn brachte im 19. Jahrhundert den lang ersehnten Anschluss an das Eisenbahnnetz und löste einen wirtschaftlichen Aufschwung aus. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts blieb Silz von Landwirtschaft und Kleingewerbe geprägt, bevor sich der Ort nach Osten erweiterte.
Heute ist Silz vor allem für sein historisches Gerichtswesen und die malerische Umgebung bekannt. Die Burg St. Petersberg, einst Sitz des Hochgerichts, thront weithin sichtbar über dem Ort. Im Süden erstreckt sich das Hochalpengebiet von Kühtai mit seinen Almen und Tälern, während der Auwald am Inn als geschütztes Naturreservat gilt. Die Gemeinde pflegt enge Verbindungen zu den Nachfahren einer Auswanderergruppe, die 1857 nach Peru aufbrach.