Sées liegt in der Normandie am Fluss Orne, eingebettet in den Regionalen Naturpark Normandie-Maine. Die Kleinstadt befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen Caen und Le Mans und liegt auf einer Höhe von rund 190 Metern. Das Klima wird stark vom Ärmelkanal geprägt, mit gleichmäßig über das Jahr verteilten Niederschlägen.
Die Geschichte Sées reicht bis in die Antike zurück, als es Hauptort des keltischen Stammes der Esuvier war. Später prägten die Römer die Region, bevor um 440 die Christianisierung durch den Bischof Latuinus erfolgte. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt aus drei Siedlungskernen – Bourg-L’Evêque, Bourg-Le-Comte und Bourg-L’Abbé – neu, nachdem sie im 9. Jahrhundert von den Normannen angegriffen worden war.
Sées ist vor allem für seine gotische Kathedrale Notre-Dame bekannt, die im 13. Jahrhundert erbaut und mehrfach beschädigt, aber immer wieder restauriert wurde. Weitere bedeutende Bauwerke sind der ehemalige Bischofspalast, die Benediktinerabtei Saint-Martin und die Basilika der Unbefleckten Empfängnis. Die Stadt pflegt Städtepartnerschaften mit Tönisvorst, Staré Mésto und Southwell und brachte Persönlichkeiten wie den Chemiker Nicolas-Jacques Conté und den Comic-Zeichner Louis Forton hervor.