Klöch liegt in der Südoststeiermark, etwa neun Kilometer nördlich von Bad Radkersburg, und wird als „Perle des südoststeirischen Weinlandes“ bezeichnet. Der Ort erstreckt sich über sanfte Hügel, deren höchster Punkt der Seindl mit 424 Metern ist. Durch Klöch fließt der Klausenbach, der im Ort entspringt und später in den Drauchenbach mündet. Die Gemeinde setzt sich aus fünf Ortsteilen zusammen, darunter Deutsch Haseldorf und Pölten, die 1965 eingemeindet wurden.
Erstmals erwähnt wurde Klöch im 14. Jahrhundert als Untersiedlung einer Burg, die dem Ort auch seinen Namen gab. Im 15. Jahrhundert war die Burg im Besitz der Familie Emmerberg, deren Burghauptmann sich hoch verschuldete. Schon 1444 wurde in Klöch Wein angebaut, der später zu einer wichtigen Einnahmequelle wurde. Die Nähe zu Ungarn brachte immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen mit sich, darunter auch Einfälle im 15. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg verlief eine Frontlinie durch den Ort, und 1945 kam es zu Kämpfen zwischen deutschen und sowjetischen Truppen. 1989 erhielt Klöch das Marktrecht.
Klöch ist vor allem für seinen Wein bekannt, insbesondere den Traminer, der als „Wein mit dem Duft der Rose“ gilt. Alle fünf Jahre findet der Winzerzug statt, ein farbenfrohes Fest mit geschmückten Wagen und Traubenlesefeiern. Der Ort liegt an der Klöcher Weinstraße und ist auch für den Basaltsteinbruch bekannt, dessen Material unter anderem für Bahntrassen und Straßen verwendet wird. Ein weiterer Wirtschaftszweig ist der Reisanbau, der seit 2010 in der Region betrieben wird. Durch Klöch verläuft der Ostösterreichische Grenzlandweg, ein beliebter Wanderweg.