Tieschen liegt im Südosten der Steiermark, eingebettet in ein von sanften Hügeln umgebenes Tal. Der Drauchenbach durchfließt das Gebiet in etwa 260 Metern Höhe, während der Königsberg als markante Erhebung mit 462 Metern die Landschaft prägt. Die Gemeinde setzt sich aus sechs Katastralgemeinden zusammen, die sich auf sechs gleichnamige Ortschaften verteilen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in Form von Hügelgräbern und Fundstücken aus frühester Zeit. Urkundlich erwähnt wird Tieschen erstmals 1406, der Name geht auf einen slawischen Personennamen zurück. Über Jahrhunderte prägte die Landwirtschaft das Leben, bis die Gemeinde 1951 durch Zusammenlegung mehrerer Dörfer entstand. Die Wallanlage auf dem Königsberg, eine befestigte Siedlung aus prähistorischer Zeit, zeugt von einer langen Geschichte.
Heute ist Tieschen vor allem durch seine landwirtschaftliche Prägung bekannt, wobei Weinbau und Waldflächen eine wichtige Rolle spielen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Pfarrkirche zur hl. Dreifaltigkeit, eine Franz-von-Assisi-Statue mit Sonnengesangweg sowie das Naturdenkmal Basaltspalte. Das Gemeindewappen erinnert an den Fund einer prähistorischen Tonfigur und an den Weinbau.