Hardegsen liegt im Süden Niedersachsens, eingebettet zwischen dem Solling im Westen und der Leine im Osten. Die Espolde durchfließt die Stadt, während der Schöttelbach in sie mündet. Am Rande des Höhenzuges Weper gelegen, gilt Hardegsen als Tor zum Naturpark Solling-Vogler und ist von einem dichten Wanderwegenetz umgeben.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im frühen 11. Jahrhundert unter dem Namen Hiridechessun, was auf eine ältere Besiedlung hindeutet. Die Burg Hardeg entstand später als Residenz der Welfen, die sie über zwei Jahrhunderte als Sommeraufenthalt nutzten. Vorher prägten die Herren von Rosdorf die Geschichte, die hier eine geschlossene Grundherrschaft aufbauten. Hardegsen erhielt im 14. Jahrhundert Stadtrechte und wurde mehrfach in Fehden verwickelt, darunter eine Belagerung durch die Hanse.
Heute ist Hardegsen bekannt für seine Fachwerkhäuser und die Burg mit dem Muthaus. Ein Wild- und Haustierpark sowie ein Campingplatz laden zum Verweilen ein. Bis vor wenigen Jahren war die Stadt als Luftkurort anerkannt. Die Umgebung mit dem Solling bietet Möglichkeiten für Wanderungen und Naturerlebnisse.