Adelebsen liegt im südniedersächsischen Hügelland, etwa fünfzehn Kilometer westlich von Göttingen, und wird vom Fluss Schwülme durchzogen. Der Ort gehört zum Landkreis Göttingen und umfasst neben dem Kernort die Ortsteile Barterode, Eberhausen, Erbsen, Güntersen, Lödingsen und Wibbecke. Auf einem markanten Sandsteinfelsen thront die Burg Adelebsen, die das Ortsbild prägt.
Erstmals erwähnt wurde Adelebsen im Jahr 990 unter dem Namen Ethelleveshusen, als Kaiser Otto III. seiner Schwester Sophie hier Ländereien schenkte. Im 13. Jahrhundert verlegten die Herren von Wibbecke ihren Sitz auf den Felsen und errichteten die Burg, die 1295 erstmals urkundlich genannt wird. 1394 erhielt Adelebsen das Weichbildrecht, das eine frühe Form der Selbstverwaltung einführte, und trug später den Titel „Flecken“. Über Jahrhunderte stand der Ort unter der Herrschaft der Grundherren von Adelebsen, bis er 1852 aus dem Patrimonialgericht ausschied. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Brauereien, Märkten und Handelsgeschäften, bevor im 19. Jahrhundert jüdische Kaufleute eine bedeutende Rolle spielten.
Heute ist Adelebsen vor allem durch die mittelalterliche Burg bekannt, deren Wohnturm mit fünfeckigem Grundriss aus dem 13. Jahrhundert stammt. Die Anlage wurde später zu einem Schloss erweitert und umfasst einen terrassierten Garten sowie eine Gutsanlage. Der Ort pflegt Partnerschaften mit polnischen Städten und ist für sein historisches Wappen bekannt, das den Burgturm zeigt.