Götzis liegt im Vorarlberger Rheintal, eingebettet zwischen der Kugelgruppe im Westen und dem Kummenberg im Osten. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von 410 Metern in der Talsohle bis auf 1645 Meter auf der Hohen Kugel, wobei fast die Hälfte des Bodens bewaldet ist. Im Norden grenzt es an Altach, im Süden an Koblach, während im Osten der Therenberg mit seiner markanten Burgruine aufragt.
Erstmals erwähnt wurde Götzis im 11. Jahrhundert unter dem Namen Cazeses, später folgten Schreibweisen wie Cheizines oder Gezins. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Grafschaft Feldkirch und kam durch Verkauf an die Habsburger. 1694 erhielt Götzis das Marktrecht, doch erst 1801 wurde es eine eigenständige Gemeinde. Die Weltkriege forderten zahlreiche Opfer unter der Bevölkerung, und 1945 kam es zu Kämpfen mit französischen Truppen, die schwere Schäden hinterließen.
Die Burgruine Neu-Montfort, zwischen 1311 und 1319 erbaut, gilt als Wahrzeichen und wurde im Appenzellerkrieg nur vorübergehend besetzt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die alte und neue Pfarrkirche, das Jonas-Schlössle mit seiner historischen Holzkassettendecke und das Bildungshaus St. Arbogast. International bekannt ist das Mehrkampf-Meeting im Möslestadion, wo Weltklasse-Athleten antreten. Zudem prägen der Kummenberg und die Örflaschlucht das Bild der Gemeinde, die auch für ihre lebendige Kultur und sportlichen Erfolge wie die Ringerin Nikola Hartmann-Dünser bekannt ist.