Klaus liegt eingebettet in die sanften Hänge des Alpenrheintals, wo sich das Vorarlberger Vorderland wie eine Bucht öffnet. Die Gemeinde erstreckt sich von etwa 450 Metern im Zentrum bis auf rund 510 Meter an der Kirche und reicht bis in die bewaldeten Ausläufer des Naturschutzgebiets Hohe Kugel – Hoher Freschen – Mellental. Hier, wo die Hohe Kugel mit ihren 1645 Metern aufragt, wird seit Jahrhunderten Weinbau betrieben, während die Obstbaumkulturen im Frühling den Ort in ein Blütenmeer tauchen.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 890 als „ad Calcaires“ oder „Kalchern“, benannt nach den damals betriebenen Kalköfen. Im Mittelalter gehörte Klaus zur Großgemeinde Sulz und teilte deren Schicksal, bis sich die Bewohner im 12. Jahrhundert verstärkt dem Weinbau zuwandten. Später kamen Kartoffel- und Maisanbau hinzu, doch im 20. Jahrhundert wandelte sich das Winzerdorf zu einem gefragten Ferienort, begünstigt durch die sonnenverwöhnte Lage auf einer nach Süden offenen Terrasse.
Die katholische Pfarrkirche zur hl. Agnes prägt das Ortsbild ebenso wie die Lourdeskapelle auf dem Tschütsch oder die Sattelbergkapelle. Wirtschaftlich bekannt ist Klaus für Unternehmen wie Omicron, DMG und WolfVision, während die Gemeinde durch Blumenschmuckwettbewerbe und Umweltpreise auf sich aufmerksam macht. Persönlichkeiten wie der Schauspieler Eugen Stark oder der Eishockeyspieler Patrick Maier verbinden sich mit dem Ort, der durch seine landschaftliche Schönheit und kulturellen Einrichtungen besticht.