Frastanz ist eine Marktgemeinde im westlichsten Bundesland Österreichs, eingebettet in die Vorarlberger Berglandschaft. Auf etwa 510 Metern Höhe gelegen, durchzieht die Samina das Gemeindegebiet, bevor sie in die Ill mündet. Über die Hälfte der Fläche ist von Wäldern bedeckt, während das gesamte Saminatal sowie Teile der Gebirgsgruppen Drei Schwestern und Galina zum Ort gehören.
Die Geschichte Frastanz’ reicht bis in die Römerzeit zurück, doch prägend wurde die Herrschaft der Habsburger. Eine Burg entstand im 13. Jahrhundert als Vorposten der Grafen von Werdenberg, doch sie wurde bereits ein Jahrhundert später zerstört. Berühmt wurde der Ort durch die Schlacht bei Frastanz 1499, eine der entscheidenden Auseinandersetzungen des Schwabenkrieges. Später wechselte Frastanz zwischen bayerischer und österreichischer Zugehörigkeit, bis es 1861 endgültig Teil Vorarlbergs wurde.
Heute besticht Frastanz durch seine neugotische Pfarrkirche, die zu den schönsten Westösterreichs zählt. Ein besonderes Juwel ist das buddhistische Kloster Letzehof, das erste seiner Art in Österreich. Mehrere Museen, darunter ein Elektro- und ein Tabakmuseum, zeugen von der wirtschaftlichen Vergangenheit. Die Verkehrsanbindung ist gut, mit Bahn- und Buslinien sowie einem Stadttunnel nach Feldkirch.