Satteins liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, in Vorarlberg, eingebettet im Walgau. Am Fuß des Walserkamms auf etwa 496 Metern Höhe breitet sich das Dorf aus, während die Ill im Südwesten in 480 Metern Höhe vorbeifließt. Nach Nordosten steigt das Gelände an, bis der Muttkopf mit 1594 Metern die höchste Erhebung der Gemeinde bildet. Rund 47 Prozent der Fläche sind bewaldet, 36 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.
Die Besiedlung des Gebiets reicht bis in die Urnenfelderzeit zurück, wie Funde auf der Vatlära belegen. Eine römische Porticusvilla aus dem ersten Jahrhundert wurde später von den Alemannen zerstört. Der Name Satteins taucht erstmals im 9. Jahrhundert auf und geht vermutlich auf einen keltischen oder illyrischen Ursprung zurück. Im Mittelalter stand das Dorf unter der Herrschaft der Grafen von Montfort, deren Ritter von Schwarzenhorn eine Burg errichteten, die 1405 in den Appenzellerkriegen unterging. Die Pest forderte im 14. und 17. Jahrhundert zahlreiche Opfer.
Die heutige Pfarrkirche im spätklassizistischen Stil prägt das Ortsbild, während Reste der Burg Schwarzenhorn an die mittelalterliche Vergangenheit erinnern. Die Sebastianskapelle aus dem 14. Jahrhundert mit ihrem gotischen Flügelaltar und Wandmalereien zeugt von den Pestzeiten. Ein weiteres Wahrzeichen ist der Kapellenbildstock Hauptmannsbild mit einem Keramikkreuz von Reinhard Welte. Das Europaschutzgebiet Übersaxen – Satteins erstreckt sich über beide Gemeinden und schützt rund 60 Hektar Natur.