Eisenerz liegt eingebettet zwischen den steilen Felsen der Eisenerzer Alpen im Südwesten und dem Hochschwab im Nordosten, wo der Erzbach durch das Tal fließt. Die markanten Gipfel des Reichenstein, Wildfeld, Kaiserschild und Pfaffenstein prägen das Stadtbild, während der rötliche Erzberg als größter Tagbau Mitteleuropas weithin sichtbar ist. Im Norden des Gemeindegebiets erstreckt sich der klare Leopoldsteiner See.
Der Ort wurde erstmals 1230 als Aerze urkundlich erwähnt und trug später den Namen Innerberg. Im Mittelalter blühte der Erzabbau, und um 1500 stammte ein Sechstel des europäischen Eisenerzexports aus Eisenerz. Die Radmeister, die den Bergbau kontrollierten, prägten die Stadt bis zur Gegenreformation, als viele protestantische Bürger vertrieben wurden. Später übernahm die Innerberger Hauptgewerkschaft den Betrieb, bevor 1881 die Österreichisch-Alpine Montangesellschaft die Abbaurechte übernahm und den Erzberg in seine heutige Form brachte.
Die Stadt beeindruckt mit historischen Bauwerken wie der gotischen Pfarrkirche St. Oswald, einer der größten Kirchenburgen der Steiermark, und dem Schichtturm, der seit 1581 die Bergleute zur Arbeit ruft. Das Postmuseum im ehemaligen Sitz der Innerberger Hauptgewerkschaft und das Stadtmuseum im Alten Rathaus geben Einblick in die Geschichte. Naturfreunde schätzen den Leopoldsteiner See und die Frauenmauerhöhle, während kulturelle Höhepunkte wie das ErzbergRodeo oder das Rostfest Besucher anziehen. Die Stadt diente zudem als Kulisse für Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“.