Kalwang liegt eingebettet im Liesingtal, wo der Gebirgsbach Teichen aus den Eisenerzer Alpen kommt und durch die Ortsteile fließt, bevor er in die Liesing mündet. Das Gemeindegebiet ist zu vier Fünfteln von Wald bedeckt, während Wiesen und Almen den Rest ausmachen. Die Marktgemeinde erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 67 Quadratkilometern und umfasst die vier Ortsteile Kalwang, Pisching, Schattenberg und Sonnberg.
Erstmals taucht der Ort im Jahr 1148 unter dem Namen Chichelwanche auf, was auf eine frühe Besiedlung als Hütten- und Bergbauort hindeutet. Die Kalwanger waren am Bauernaufstand 1525 beteiligt, und der Kupferbergbau prägte jahrhundertelang das Leben, bis er 1867 und später noch einmal zwischen 1916 und 1928 betrieben wurde. Seit 1850 ist Kalwang eine eigenständige Gemeinde und trägt seit 1929 den Titel einer Marktgemeinde.
Besonders bekannt ist Kalwang für sein über hundert Jahre altes Unfallkrankenhaus, das der Gutsbesitzer Rudolf von Gutmann für seine Arbeiter errichten ließ. Die katholische Pfarrkirche zum heiligen Oswald und die Filialkirche zum heiligen Sebastian prägen das Ortsbild. Persönlichkeiten wie der Bildhauer Ulf Mayer oder der Ornithologe Kurt Bauer stammen aus Kalwang, und die Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Bő verbindet die Marktgemeinde international.