KZ Melk

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Niederösterreich

KZ Melk

Das Konzentrationslager Melk war ein Außenlager des KZ Mauthausen und bestand von April 1944 bis April 1945 in der niederösterreichischen Stadt Melk. Es lag in den Kasernenanlagen einer ehemaligen Pioniereinheit, der heutigen Birago-Kaserne, und diente der Zwangsarbeit für die Rüstungsproduktion der Steyr Daimler Puch AG. Die Häftlinge mussten unterirdische Stollen in den Wachberg treiben, wo Kugellager hergestellt wurden, und wurden auch für den Bau von Barackensiedlungen und eines Sägewerks eingesetzt. Das Lager war in zwei Bereiche unterteilt: einen streng bewachten Häftlingsbereich mit Holzbaracken, Werkstätten und einem Krematorium, umgeben von Stacheldraht und Wachtürmen, sowie einen separaten Bereich für SS-Mannschaften und die Luftwaffe. Bis März 1945 wurden mindestens 14.390 Häftlinge eingeliefert, von denen etwa 5.000 unter den unmenschlichen Bedingungen starben. Viele wurden durch Gewalt, Zwangsarbeit oder in der Tötungsanstalt Schloss Hartheim ermordet. Ein Luftangriff der US-Luftflotte im Juli 1944 forderte weitere 400 Todesopfer. Heute erinnert die Gedenkstätte im ehemaligen Krematorium an das Geschehen, mit einer Dauerausstellung zu den Hintergründen und dem Leid der Häftlinge. Die Birago-Kaserne, in der das Lager untergebracht war, dient weiterhin militärischen Zwecken, doch seit 2020 erinnert eine Gedenktafel an das Außenlager. Gruppen und Initiativen nutzen den Ort für Gedenkveranstaltungen und Vorträge, um die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten.

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