Krems

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20 Ziele

Die Wachau und die Stadt Krems an der Donau bilden ein kulturelles und historisches Geflecht, das sich über Jahrhunderte in Stein gemeißelt hat. Wer hier wandert, steht auf den Fundamenten römischer Legionen, folgt den Spuren mittelalterlicher Herrscher und spürt den Atem der Barockzeit in den steilen Weinbergen. Die Route führt von den Höhenklöstern über verfallene Burgen bis in die engen Gassen der Altstadt, wo jede Mauer eine Geschichte flüstert. Hier verschmelzen Natur und Kultur zu einem Bild, das Österreichs Erbe in seiner ganzen Tiefe zeigt.

Auf dem Hügel über der Donau

Das Stift Göttweig thront wie ein Wächter über der Wachau und bietet einen ersten Blick auf das, was kommt. Die 1083 gegründete Benediktinerabtei wurde nach dem Brand von 1718 im barocken Glanz wiederaufgebaut und trägt seither den Beinamen „österreichisches Montecassino“. Die Kaiserstiege mit dem größten Deckenfresko Paul Trogers führt hinauf zur Stiftskirche, deren romanische und barocke Schichten Geschichte atmen. Von der Terrasse aus reicht der Blick über das Donautal bis zu den Hügeln der Wachau, wo die Weinberge in Terrassen fallen. Das Stift ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Weingut, dessen Grüner Veltliner und Rieslinge die Region prägen.

Wo Richard Löwenherz gefangen saß

Die Burgruine Dürnstein ragt über dem gleichnamigen Ort auf und erinnert an eine der berühmtesten Gefangenschaften des Mittelalters. Die Kuenringer erbauten die Felsenburg im 12. Jahrhundert, doch ihr Ruhm stammt aus der Zeit, als König Richard Löwenherz hier von 1192 bis 1193 eingekerkert war. Die Burgkapelle, erstmals 1306 erwähnt, ist dem Evangelisten Johannes geweiht und ein stiller Ort der Besinnung. Heute führt der Weg durch den ältesten Klettergarten der Region hinauf zur Starhembergwarte, die 1882 errichtet wurde und Teil des Welterbesteigs Wachau ist. Die Ruine bietet einen der schönsten Panoramen über die Wachau, wo die Donau sich in weiten Schleifen durch die Landschaft windet.

Das blaue Wahrzeichen der Wachau

Der blau-weiße Barockturm der Stiftskirche Dürnstein ist das unverkennbare Symbol der Region und eines der meistfotografierten Motive Österreichs. Zwischen 1721 und 1733 entstand der Turm, dessen Reliefs das Leiden Christi darstellen und der seit 1998 in seiner ursprünglichen Farbigkeit leuchtet. Das Stift selbst, 1410 gegründet und 1788 aufgelöst, beherbergt heute Wohnungen, eine Volksschule und eine Dauerausstellung. Der Stiftshof mit seiner Terrasse zur Donau lädt zum Verweilen ein, während die barocke Ausstattung der Kirche mit Werken des 18. Jahrhunderts beeindruckt. Der Ort Dürnstein selbst, eingebettet in Weinberge, wirkt wie ein Gemälde aus vergangenen Zeiten.

Der Dom der Wachau

Die Pfarrkirche St. Veit in Krems steht im Zentrum der Stadt und trägt den Titel „Dom der Wachau“, obwohl sie nie Bischofssitz war. Der mittelalterliche Turm stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert, während das heutige Gotteshaus zwischen 1616 und 1630 im frühbarocken Stil errichtet wurde. Joseph Matthias Götz gestaltete den Hochaltar, Chorgestühl und Kanzel, während Martin Johann Schmidt die Deckenfresken schuf. Ein Seitenaltar aus schwarzem Marmor, ursprünglich aus dem Kapuzinerkloster, und eine Steinskulptur aus dem 14. Jahrhundert zeugen von der reichen Kunstgeschichte der Region. Die Renovierung von 2009 bis 2016 brachte die Pracht der Kirche wieder zum Strahlen.

Ein Tor zur Vergangenheit

Das Steiner Tor in Krems ist eines der letzten erhaltenen Stadttore der Region und ein Zeugnis mittelalterlicher Wehrarchitektur. Es steht im Stadtteil Stein, der einst eigenes Stadtrecht besaß, und wurde 2005 originalgetreu restauriert. Das spätmittelalterliche Portal mit den flankierenden Trabantentürmen zeigt das A.E.I.O.U. des Kaisers Friedrich III. und ein Wappen aus der Zeit zwischen 1453 und 1463. Der Turmaufbau stammt aus der Barockzeit und wurde unter Maria Theresia errichtet. Das Tor erinnert auch an die Überschwemmungen der Donau, die einst die Stadt bedrohten und deren Mauern zugleich Schutz boten.

Die stille Wächterin der Landschaft

Die Burgruine Senftenberg erhebt sich auf einem Hügel über der gleichnamigen Marktgemeinde und ist seit über hundert Jahren in der Obhut eines Vereins. Erstmals 1197 urkundlich erwähnt, war die Burg im Besitz der Zebringer und wurde 1645 von schwedischen Truppen zerstört. Erhalten sind drei Toranlagen, ein quadratischer Bergfried und eine ungewöhnliche Schildungsmauer, die für österreichische Burgen selten ist. Die Ruine ist ganzjährig zugänglich und bietet einen weiten Blick über die umliegende Landschaft. Der Aufstieg lohnt sich nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern auch für alle, die die Ruhe der Hügel genießen wollen.

Ein gotischer Palast in der Stadt

Die Gozzoburg in Krems ist eines der bedeutendsten Gebäude der frühen Gotik in der Region und ein Zeugnis mittelalterlicher Machtentfaltung. Der Kernbau stammt aus der Zeit nach 1235, und 1258 wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Die Katharinenkapelle wurde 1267 geweiht, und im 13. Jahrhundert erwarb der Stadtrichter Gozzo von Krems die Anlage, die er zu einer Palastburg ausbauen ließ. Nach Schäden im 15. Jahrhundert und einem Umbau im 19. Jahrhundert wurde die Burg 1958 bis 1964 renoviert und 2007 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Freskenentdeckung aus dem Mittelalter wurde mit dem Europa-Nostra-Preis 2009 ausgezeichnet.

Die älteste Kirche der Stadt

Die Piaristenkirche in Krems, erstmals 1014 als Pfarrkirche St. Stephan erwähnt, steht auf dem Frauenberg und ist ein Spiegel der Baugeschichte von der Romanik bis zur Spätgotik. Die romanischen Westtürme und die spätgotische Ausstattung zeigen die Entwicklung der Kirche, die 1508 vollständig geweiht wurde. Besonders sehenswert sind die barocken Altarbilder von Martin Johann Schmidt, darunter das Hochaltarbild Himmelfahrt Mariä aus dem Jahr 1756. Die größte Stadtglocke von Krems, 1702 gegossen, trägt eine bedeutende Inschrift und wird noch heute von Hand geläutet. Die Krypta mit ihren Knochen und Grabnischen gibt der Kirche eine geheimnisvolle Aura.

Beethovens letzte Zuflucht

Das Beethovenhaus Gneixendorf liegt in der Ortschaft Gneixendorf und war ab 1820 im Besitz von Johann van Beethoven, dem Bruder des Komponisten. Ludwig van Beethoven verbrachte hier vom 29. September bis 30. Oktober 18

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Stift Göttweig

Stift Göttweig

Furth bei Göttweig

Burgruine Dürnstein

Burgruine Dürnstein

Dürnstein

Stift Dürnstein

Stift Dürnstein

Dürnstein

Pfarrkirche St. Veit

Pfarrkirche St. Veit

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Steiner Tor

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Burgruine Senftenberg

Burgruine Senftenberg

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Gozzoburg

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Piaristenkirche Krems

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Beethoven-Haus Krems

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Ruine Bertholdstein

Ruine Bertholdstein

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