Weißensee liegt in Kärnten am gleichnamigen See, der von den Gailtaler Alpen umgeben ist. Der Ort erstreckt sich vom Westufer des Sees bis zu den Bergen im Osten und Westen. Der See selbst ist der viertgrößte Kärntens und liegt auf 930 Metern Höhe. Die Gemeinde umfasst mehrere kleine Ortschaften wie Techendorf, Gatschach und Neusach.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen von Kelten und Norikern um 400 vor Christus. Urkundlich erwähnt wurde der See erstmals zwischen 1075 und 1090, als ein Fischereirecht an den Bischof von Brixen vergeben wurde. Im 16. Jahrhundert verbreitete sich der Protestantismus, der trotz Verfolgung bis ins 18. Jahrhundert heimlich weiterbestand. Die Eisenbahnlinie im Drautal ermöglichte ab 1871 den Beginn des Tourismus.
Heute ist Weißensee vor allem für seine Natur bekannt. Der See wird im Winter zum Eislaufen genutzt, und der Naturpark wurde mehrfach ausgezeichnet. Historisch wertvoll sind die evangelische Kirche in Techendorf und die barocke Filialkirche St. Martin in Gatschach. Einst gab es hier auch eine Glashütte, deren Spuren noch im Bodental zu finden sind.