Strengen liegt im Tiroler Stanzertal, wo die Trisanna und Rosanna zum Inn fließen. Das Gemeindegebiet reicht von 900 Metern im Tal bis zu 2500 Metern in der Verwallgruppe, während im Norden die Lechtaler Alpen mit Gipfeln wie dem Dawinspitz aufragen. Etwa ein Viertel der Fläche besteht aus Almen, während Wälder und Landwirtschaft den Rest prägen.
Der Ort entstand an einer alten Römerstraße und trug früher den Namen Rall, der auf eine rätoromanische Bezeichnung für „Rand“ oder „Grenze“ zurückgeht. Später wurde er nach einer Familie oder einem Flurnamen Strengen genannt, wie eine Erwähnung aus dem 18. Jahrhundert zeigt. Früher bestand der Ort aus verstreuten Weilern, die sich zu einem größeren Dorf entwickelten.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche hl. Martin und die Wallfahrtskapelle Maria Hilf das Bild. Besonders bekannt war Strengen für seine Schellenschmieden, wo noch bis vor wenigen Jahren Kuhglocken in Handarbeit gefertigt wurden. Die enge Talsohle litt lange unter starkem Verkehr, bis der Strenger Tunnel der Arlbergschnellstraße das Problem löste.