See liegt am Eingang des Paznaun-Tals in Tirol und wird im Norden von der Trisanna begrenzt. Das Gemeindegebiet umfasst mehrere Bäche wie den Visnitzbach und reicht bis zum Kamm der Samnaungruppe mit Gipfeln über 2800 Meter. Die Landschaft ist geprägt von Almen, Wäldern und hochalpinem Gelände, während die Siedlungen aus Weilern und Einzelhöfen bestehen.
Erstmals erwähnt wird der Ort im frühen 15. Jahrhundert, als Abgaben aus dem späteren Gemeindegebiet verzeichnet wurden. Die erste urkundliche Nennung als „ze dem See in Pacznawn“ stammt aus dem Jahr 1433. Die Gemeinde entwickelte sich aus einer „Gmain Nachbarschaft“ und gehörte lange zum Gericht Laudeck, bevor sie 1791/92 dem Gericht Landeck zugeordnet wurde. Eine prägende Rolle spielte See während der Tiroler Freiheitskriege, als Paznauner Schützen mit Unterstützung von Frauen Steinlawinen auf angreifende Bayern herabdonnerten.
Die Pfarrkirche zum Heiligen Sebastian mit ihrem Friedhof und die nahegelegene Trisannabrücke prägen das Ortsbild. Wirtschaftlich lebt See heute vor allem vom Tourismus, insbesondere durch die Bergbahnen, die ein Skigebiet erschließen. Berühmte Persönlichkeiten wie der Maler Mathias Schmid oder der Snowboard-Weltmeister Karl-Heinz Zangerl stammen von hier. Ein besonderes Ereignis ist der jährliche Watersurf-Contest, bei dem Teilnehmer auf Skiern oder Snowboards eine eisige Wasserfläche überqueren müssen.