Grins liegt im Stanzer Tal, hoch über dem Landecker Becken und dem Fluss Sanna, am Fuß der Parseierspitze. Das Haufendorf breitet sich auf einer Terrasse aus, umgeben von den Ortsteilen Innerdorf, Außerdorf und Fals. Mit seiner Lage an der alten Arlbergroute verbindet der Ort alpine Landschaft mit historischer Bedeutung.
Schon in der Steinzeit war das Gebiet besiedelt, wie Funde von Steinbeilen und Urnenscherben zeigen. Der Name geht auf das lateinische „crines“ zurück, was auf eine Spalte hindeutet. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Grins 1288, als es bereits Ackerbau gab. Die Arlbergstraße führte ab 1330 durch den Ort und sicherte ihm eine wichtige Rolle im Verkehr. Im 15. Jahrhundert sorgte ein Kirchenbann für Aufsehen, doch bald danach erhielt Grins eine eigene Kirche und einen Priester. Der hier abgebaute Tuffstein prägte später den Bau mehrerer Kirchen in der Region.
Heute ist Grins bekannt für seine spätbarocke Pfarrkirche mit Fresken von Matthäus Günther und die historische Römerbrücke, die trotz ihres Namens aus dem 16. Jahrhundert stammt. Die Schwefel-Heilquelle Wildbad oberhalb des Dorfes lockt Besucher an, während ein Freischwimmbad und ein Fußballplatz Freizeitmöglichkeiten bieten. Persönlichkeiten wie der Bildhauer Michael Lechleitner oder der Architekt Ferdinand Mungenast stammen aus Grins.