Sitten liegt im Kanton Wallis, wo es sich beiderseits der Rhone ausbreitet. Der alte Kern der Stadt befindet sich nördlich des Flusses, durchzogen vom Bach Sionne, der heute teilweise unterirdisch verläuft. Die Altstadt steigt sanft zum Fluss hinab, während im Osten und Nordosten markante Felsen wie der Valère und die Festungsruine Tourbillon aufragen. Im Westen erhebt sich der Mont d’Orge, und jenseits der Rhone dehnen sich jüngere Stadtteile aus. Eingemeindete Orte wie Bramois und Salins ergänzen das Gebiet, das von Weinbergen, Obstgärten und Gewerbezonen geprägt ist.
Die Gegend war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie die Dolmen von Petit-Chasseur belegen. Später entstand hier eine keltische Siedlung, die von den Römern erobert wurde. Der Name Sedunum geht auf den Stamm der Seduner zurück. Im Mittelalter wurde Sitten zum Bischofssitz und später zum Zentrum der weltlichen Macht. 1475 siegten hier Oberwalliser und Berner über die Savoyer, und 1941 hielt General Guisan eine große Militärparade ab. Die Stadt wuchs durch Eingemeindungen wie Bramois, Salins und Les Agettes.
Sitten ist bekannt für seine beiden markanten Hügel: Valère mit der Wallfahrtskirche Notre-Dame de Valère und Tourbillon mit der Schlossruine. Die Basilika auf Valère beherbergt die älteste spielbare Orgel der Welt. Das Stadtbild wird zudem vom Musée d’art du Valais und anderen Museen geprägt. Jährlich findet hier das Sion Festival für klassische Musik statt, gegründet vom Geiger Tibor Varga. Die Stadt vereint historische Bauwerke, kulturelle Veranstaltungen und eine sonnenverwöhnte Lage im Rhonetal.