Hérémence liegt im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis und wird vom Val d’Hérémence durchzogen. Im Norden grenzt die Gemeinde an Vex, im Osten an Saint-Martin und Evolène, im Süden an Val de Bagnes und im Westen an Nendaz. Bekannt ist der Ort vor allem für den Stausee Lac des Dix und die imposante Staumauer Grande-Dixence, die das Landschaftsbild prägen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hérémence im Jahr als Aremens. Lange Zeit gehörte das Tal zu Savoyen, bis es 1260 an das Bistum Sitten überging. Nur acht Jahre später fiel es zurück an Savoyen, wo es bis 1476 verblieb – anders als das benachbarte Val d’Hérens. Diese wechselvolle Geschichte spiegelt sich in der kulturellen Prägung der Region wider.
Besonders hervorzuheben ist die katholische Pfarrkirche St. Nicolas, ein brutalistischer Bau des Architekten Walter Maria Förderer aus den Jahren 1967 bis 1970. Ursprünglich umstritten, gilt sie heute als bedeutendes architektonisches Zeugnis des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Die Gemeinde ist eingebettet in eine alpine Umgebung, die von den Wasserreservoirs und der umliegenden Berglandschaft geprägt wird.