Sennwald liegt im Kanton St. Gallen und erstreckt sich vom südöstlichen Fuß des Alpsteins bis in die Rheintalebene. Die Gemeinde umfasst fünf Ortschaften: Sennwald, Frümsen und Sax am Alpstein sowie Haag und Salez in der Ebene. Sie grenzt an Buchs, Gams und Wildhaus-Alt St. Johann im Kanton St. Gallen, an den Bezirk Schwende-Rüte im Appenzell Innerrhoden und über den Rhein hinweg an Gemeinden im Fürstentum Liechtenstein.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich in einem bronzezeitlichen Beilklingendepot bei Salez. Urkundlich erwähnt wurde Sennwald erstmals im Jahr als „in silvam vocatam Sennius“ und später als Sennwald. Die Freiherren von Sax prägten die Region ab dem 12. Jahrhundert mit ihrer Burg Forstegg. Im Schwabenkrieg wurde das Gebiet 1499 zerstört. Später wechselten die Dörfer mehrfach die Herrschaft, darunter zu Zürich und schließlich zum Kanton St. Gallen. Wirtschaftlich lebte die Bevölkerung lange von Viehzucht und Transitverkehr über Rheinfähren und Susten.
Heute verbindet Sennwald ländlichen Charme mit moderner Industrie. Die Gemeinde beherbergt bedeutende Unternehmen wie die VAT Group, die Sulzer Mixpac AG und die Brusa Elektronik AG. Historisch bedeutsam ist Anna Göldi, die letzte als Hexe verurteilte Frau der Schweiz, die hier geboren wurde. Wanderer erreichen von Frümsen aus mit der Luftseilbahn das Berggasthaus Staubern im Alpstein. Sportlich prägen Turnvereine und Unihockeyturniere das Gemeindeleben.